Fairer Laden Letter unterstützt die Aktion „Süß statt Bitter“

Im Artikel der HAZ vom 13.Januar 2026 geht es um die Orangen-Aktion, die auch wir in diesem Jahr erstmalig unterstützt haben.

Aktion „Süß statt Bitter“ für Bio-Orangen unterstützt Erntehelfer in Italien – und die Tafel Garbsen
Von Jutta Grätz
13.01.2026, 00:00 Uhr

Garbsen.
Sie heißen „Navel“ und „Washington“ und sie stapeln sich sorgfältig in Kartons verstaut meterhoch im Eingangsbereich der Willehadikirche. Vier Paletten mit je 56 Kisten à zehn Kilogramm der Bio-Orangen sind vor Kurzem aus dem italienischen Kalabrien in Garbsen angekommen.
Bestellt haben die Früchte die Ehrenamtlichen der Garbsener Steuerungsgruppe Fair Trade um Regionaldiakonin Andrea Spremberg. „Süß statt bitter“ heißt die Aktion, an der sich das Fairtrade-Team beteiligt, und damit auf Ausbeutung in der Landwirtschaft in Europa aufmerksam macht.

Der Erlös der Aktion kommt direkt den Erntehelfern in Italien zugute. Weitere Bestellungen sind möglich.

„Die Bedingungen sind menschenunwürdig“

„Orangen gehören zum Winter wie Schnee“, sagt Spremberg. „Sie kommen aus dem Süden Europas nach Deutschland, klingen nach Sonne und haben doch Schattenseiten: Denn geerntet werden sie unter oft menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen.“

Verein „SOS Rosarno“ ist Partner in Italien

Die Erntehelfer, oft sind es Geflüchtete, arbeiteten von November bis April auf den Orangenplantagen, wissen die Organisatoren der deutschlandweiten Aktion. Die meisten erhalten demnach nur einen geringen Lohn, viele leben in Zelten.

Ganz anders auf einer Plantage in der Kleinstadt Rosarno, die an der Aktion „Süß statt bitter“ beteiligt ist. „Dort hat eine Gruppe von Aktivisten, Landwirten und Tagelöhnern den Verein ‚SOS Rosarno‘ gegründet, das ist unser Kooperationspartner“, berichtet die Diakonin.

„Die Initiative beschäftigt die Migranten mit regulären Arbeitsverträgen und zahlt ihnen Tariflöhne sowie Sozialbeiträge“, so Spremberg weiter. „Der Verein vertreibt Orangen nur von Öko-Betrieben und organisiert den Verkauf an Bioläden und auch an Kirchengemeinden wie uns in Garbsen.“

Als Garbsener Steuerungsgruppe Fairtrade wolle man ein Zeichen setzen. „Wir dürfen nicht wegschauen, sondern sind aufgefordert, aktiv zu werden und für die Missstände zu sensibilisieren“, so die Diakonin.

Der Verein aus Rosarno stelle den direkten Kontakt zwischen Bauern, Arbeitern und Einkaufsgemeinschaften her, und zwar ohne Zwischenstufen des Handels, ergänzt Constanze Buch, ebenfalls im Team der Aktiven. „So erhalten Arbeiter und Bauern gleichermaßen einen fairen Preis.“ Im vergangenen Jahr hatte allein das Garbsener Team 3000 Kilogramm Bio-Orangen verkauft.

Die Orangen-Aktion unterstützt zudem die Arbeit von „Mediterranean Hope“, dem Geflüchtetenprogramm des Bundes der evangelischen Kirchen in Italien. So ist etwa in Rosarno aus einem Teil der Erlöse eine Unterkunft für die Erntehelfer eingerichtet worden.

Bestellungen für Februar sind noch möglich

Ob die Sorte „Navel“ oder „Washington“, ob ein Kilo oder zehn Kisten: Innerhalb von ein paar Tagen haben die Ehrenamtlichen nun alle Orangen der ersten Lieferung verteilt. „Die Bestellungen kommen aus ganz Garbsen und Umgebung“, berichtet Constanze Buch. „Und weitere sind noch kurzfristig möglich.“

Noch zwei Lieferungen sind bis Ende Februar geplant. Zehn Kilogramm der Früchte kosten 35 Euro, es kann auch kiloweise bestellt werden. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website der Kirchengemeinde Alt-Garbsen.

Ein Teil des Erlöses der Orangen-Aktion „Süß statt bitter“ bleibt in der Stadt: Die Steuerungsgruppe hat der Garbsener Tafel vor Kurzem 1000 Euro gespendet. Die Tafel unterstützt rund 1000 Menschen, darunter viele Familien und Senioren. Der Andrang in der Ausgabestelle in Berenbostel ist aktuell so hoch, dass ein Aufnahmestopp gilt.

Die Seele wiegt 21 Gramm…

Mit unserem Motto, „It is said that the soul weighs 21Grams – use every gram to change the world!“, möchten wir inspirieren und ermutigen, bewusste Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Die Welt ein klein wenig besser machen – das passt zu uns, dachten wir, als wir Anfang des Jahres einen Artikel in der HAZ über Levi und Noah lasen, die das Modelabel „GR21MS“ ins Leben gerufen haben. Und das hier bei uns in Seelze!

Die T-Shirts und Hoodies werden aus 100 % Bio-Baumwolle gefertigt und unter fairen Bedingungen hergestellt. In Hannover werden die Kleidungsstücke dann mit selbst entworfenen Motiven durch einen hochwertigen und langlebigen Druck veredelt.

Ab sofort haben wir einige T-Shirts und Hoodies von GR21MS bei uns im Fairen Laden – schaut gern mal rein – und sagt es weiter 🙂

Diesjährige Spende geht an den Seelzer Brotkorb e.V.

Fairer.Laden.Letter e.V. spendet 300 Euro

Wie jedes Jahr wurde bei der Mitgliederversammlung darüber abgestimmt, wohin ein Teil des erwirtschafteten Gewinns gespendet werden soll.

In diesem Jahr haben sich die Mitglieder.innen für den Seelzer Brotkorb e.V. entschieden.

Am 17.4.2025 konnte im Fairen Laden Letter ein symbolischer Scheck in Höhe
von 300 € an Herrn Wehse und Frau Bernhardt- Schlue (Vorstand Seelzer Brotkorb)
übergeben werden.

Christa Münkel, Oliver Wehse, Birgit Gatzemayer bei der symbolischen Scheck Übergabe

Der Seelzer Brotkorb e.V. ist ein Verein, der von rund 60 ausschließlich ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen betrieben wird, um Bedürftigen ergänzend mit Grundnahrungsmitteln und auch Kleidung zu versorgen.

Bücher, Blumen, Wundertüten: Weihnachtsgeschenke gibt‘s auch in Seelze

In einem Beitrag der HAZ von Heike Baake wird neben Petri und Waller, dem Werkstattladen der Lebenshilfe oder dem Blumengeschäft Flower & Friends auch unser Laden erwähnt, um kleine Weihnachtspräsente zu erwerben.

Hier ein kleiner Auszug:

Für Familien und Schokoliebhaber
Kunsthandwerk aus Indien, Spekulatius mit Honig aus Guatemala – der Faire Laden in Letter bietet eine große Auswahl an Geschenkideen und hat auch einige neue Artikel in sein Programm aufgenommen. Brotdosen und Emaille-Becher mit unterschiedlichen Motiven zählen unter anderem dazu.

„Auch im Bereich der Weihnachtsdeko gibt es Neues, und im Laufe des Advents kommt auch immer wieder Neues dazu“, erklärt die ehrenamtliche Mitarbeiterin, Andrea Willms. Auf einem kleinen, zusätzlich aufgestellten Tisch lachen derzeit Weihnachtsmann und Engel die Kundinnen und Kunden an. Umrahmt sind die Beiden von zahlreichen Geschenkideen wie Filzuntersetzer mit Weihnachtsmotiven oder weihnachtliche Kerzenhaltern.

Die Schokolade von Zotter mit weihnachtlichen Sprüchen und Wünschen ergänzt das bereits recht große Schokoladenangebot. „Sie sind einfach mal ein bisschen ausgefallener, aber der Renner sind unsere Weihnachtspralinen und der Spekulatius“, so Willms. Auch das Kerzensortiment ist im Fairen Laden größer geworden und bietet eine farbenfrohe Auswahl. Im Laufe der Advents wird auch noch Silberschmuck in das Programm aufgenommen, der neben Schals und Mützen das Outfit ergänzen können. Der Faire Laden öffnet immer mittwochs von 10 bis 12 Uhr und verlängert im Advents an den Freitagen seine Öffnungszeiten. Interessierte können am 6., 13. und 20. Dezember nicht wie üblich von 15 bis 17 Uhr, sondern jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Türchen Nr.3 vom Lebendigen Adventskalender

Als drittes Türchen vom Lebendigen Adventskalender öffnete sich heute die Tür vom Fairen Laden Letter.

Durch Windlichter erleuchtet fanden etwa 25 Gäste den Weg zum Fairen Laden, wärmten sich bei Tee und Glühwein auf und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Dazwischen wurde die eine oder andere Geschichte vorgelesen, sodass es eine kurzweilige, aber auch besinnliche Stunde in der sonst hektischen Vorweihnachtszeit war.  Mit etwas fair gehandeltem Spekulatius gestärkt ging es anschließend nach Hause.

Organisiert wird der Lebendige Adventskalender vom Verein Letter-fit: Miteinander-Füreinander e.V.

Der Faire Laden Letter e.V. in der Kirchstr. 6 war zum 3.Mal Gastgeber.

Besuch im Heimatmuseum Seelze

Der Herbstausflug der FairKäuferinnen führte uns diesmal nach Seelze ins Heimatmuseum. Einige von uns war es bekannt, andere waren noch nie dort – also eine gute Gelegenheit, es einmal kennenzulernen.

Das Heimatmuseum Seelze war bis August 2018 in einem Vierständer-Fachwerkhaus untergebracht, von einem Schuhmacher 1856 in der zweitältesten Stra­ße Letters „Im Sande“ erbaut. Im September 2018 zog das Heimatmuseum in den historischen Alten Krug ins Zentrum von Seelze.

Nach dem Sektempfang versetzen wir uns für eine ‚Schulstunde‘ in den Unterricht vor gut 100 Jahren. Ein paar Utensilien waren uns sicher noch bekannt aus den ersten eigenen Schuljahren, anderes (Rohrstock!) war doch eher befremdlich. Wir versuchten uns in altdeutscher Schrift, natürlich mit Feder und Tinte, was doch etwas mühsam war.

Danach folgte der zweite Teil der sehr kurzweiligen und informativen Führung durch das Heimatmuseum. Frisörsalon, Zahnarztpraxis oder Schusterwerkstatt, eine gut ausgestattete Küche, die gute Stube (Brautzimmer) und auch die Sonderausstellung über Seelzer Vereine sind wirklich sehenswert und informativ.

Wir danken Walter Otto vom Museumsverein für die Stadt Seelze e.V. ganz herzlich für seine Zeit und seine kurzweilige Führung durch das Heimatmuseum im Alten Krug Seelze.

Der Abend klang kulinarisch und mit netten Gesprächen gleich nebenan im Flügel’s Restaurant aus. Einmal mehr eine gelungene Aktion von und mit den ‚fairen Ladies‘ 😉


Heimatmuseum Seelze, Hannoversche Straße 15, 30926 Seelze
Öffnungszeiten: jeden Sonntag 14.30 – 17.30 Uhr und jeden 1. Freitag im Monat Mai – September 16-19 Uhr

Fairer.Laden.Letter e.V. spendet 2.000 Euro

Regional tätiger gemeinnütziger Verein, HELP e.V. und Wir helfen in Afrika e.V. werden unterstützt

Die Personen auf dem Foto von links: Birgit Gatzemeyer (Fairer Laden Letter e.V.), Rebecca Toenne (Betreuungsnetzwerk), Sylke Brinckmann (Fairer Laden Letter e.V.), Julia Geffron (Betreuungsnetzwerk)

Jährlich bestimmen die Mitglieder des Fairer.Laden.Letter e.V. bei Ihrer Hauptversammlung über die Höhe und das Ziel der Spenden. Satzungsgemäß wird ein Großteil des erwirtschafteten Gewinns an gemeinnützige Vereine gespendet, die sich für benachteiligte bzw. hilfebedürftige Menschen einsetzen. Im letzten Jahr wurde somit Violetta e.V. in Hannover bedacht, eine Fachberatungsstelle für junge Menschen, die sexualisierte Gewalt erleben bzw. erlebt haben.

Kürzlich konnte nun erneut eine Spende symbolisch übergeben werden: Rebecca Toenne und Julia Geffron vom Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V. in Hannover hatten sich auf den Weg nach Letter gemacht, um sich vor Ort über den Fairen Laden zu informieren und eine Spende in Höhe von 750 Euro symbolisch in Empfang zu nehmen. Das Betreuungsnetzwerk setzt sich für schwerkranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien ein.

Weitere 750 Euro wurden in diesem Jahr an HELP e.V. gespendet.
Help – Hilfe zur Selbsthilfe wurde 1981 gegründet und ist heute in über 20 Ländern in diversen Projekten, wie z.B. Erdbebenhilfe, aktiv. Der Verein ist Mitglied von Aktion Deutschland hilft und wurde mit dem Spendenzertifikat für Transparenz ausgezeichnet.

Wir helfen in Afrika e.V. erhielt 500 Euro. Dieser Verein wurde vor über 30 Jahren zunächst als Privatinitiative ins Leben gerufen und ist vor allem im Südosten Kenias in diversen Projekten wie Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung tätig.

Birgit G. und Birgit H. mit unserem symbolischen Scheck für Wir helfen in Afrika e.V.

Wir suchen ganz gezielt auch nach lokalen gemeinnützigen Vereinigungen, deren Handeln wir unterstützen wollen, so Sylke Brinckmann vom Vorstandsteam des Fairen Ladens. Meist teilen wir den Gesamtbetrag, damit sich mehrere Initiativen über unsere Spende freuen können.

Seit November 2020 sind die FairKäuferinnen ehrenamtlich tätig und möchten so einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass weniger privilegierten Menschen, Menschen in Notlagen nach Naturkatastrophen oder kranken Mitmenschen geholfen werden kann.

Wer sich über den Fairen Laden in Letter informieren möchte, findet viele Informationen auf der Internetseite des Vereins: www.fairer-laden-letter.com

Wer Lust und Zeit hat, unser Team zu unterstützen, kann sich gern per Telefon oder Email bei uns melden, fügt Sylke Brinckmann hinzu.

(veröffentlicht in der UMSCHAU Nr. 16 vom 20.April 2024)

Jährliche Spende Foto Ackermann

Wir verkaufen in unserem Laden Foto-Postkarten von dem Fotografen Klaus Ackermann. Zwar sind diese nicht fair gehandelt, jedoch unterstützt Herr Ackermann mit jeder verkauften Postkarte ein Projekt in Madagaskar.

In seiner Nachricht berichtet Klaus Ackermann, dass …

„Es sind 1.569,80 € zusammengekommen. Der Betrag ging wie in den vergangenen Jahren an den Verein FFA-Madagaskar – („Fanatsarana ny farim-piainana eny Ambanyvohitra“ – „Verbesserung des ländlichen Lebens“ – ). Seit 2012 sind damit durch die Kartenspende 10.499 € erwirtschaftet worden…“

Mit jeder gekauften Postkarten von Foto-Ackermann können auch Sie das Projekt unterstützen! Und oberdrein sind es meist schöne Motive – einfach mal eine etwas andere Postkarte 😉